Es ist Heiligabend. Die letzten Einkäufe sind erledigt, der Glühwein dampft noch ein wenig nach – und dann passiert es: Mitten auf dem Langerfelder Markt erklingen plötzlich Trompeten, Posaunen und Hörner. Kein Bühnenaufbau, keine große Ankündigung. Einfach Musik. Einfach Gemeinschaft. Einfach Herz. 🫶
Was heute für viele Langerfelder:innen fester Bestandteil des Weihnachtsgefühls ist, begann einst ganz klein – als Flashmob. Ein paar Mutige, ein paar Instrumente, ein paar Weihnachtslieder. Mehr brauchte es nicht, um etwas anzustoßen, das inzwischen jedes Jahr Menschen zusammenbringt.
Vom Überraschungsmoment zur Tradition
Der Posaunenchor des CVJM Langerfeld hat aus dieser spontanen Idee eine liebgewonnene Tradition gemacht. Ohne große Show, ohne Eintritt, ohne Schnickschnack. Stattdessen: offene Ohren, warme Klänge und Gesichter, die plötzlich lächeln – selbst bei eisigen Temperaturen.
Hier bleibt niemand lange allein stehen. Man rückt näher zusammen, summt mit, klatscht zaghaft im Takt. Kinder staunen, Erwachsene werden kurz wieder zehn Jahre jünger, und irgendwo zwischen „O du fröhliche“ und „Stille Nacht“ fühlt sich der ganze Platz wie ein großes Wohnzimmer an.
Mehr als Musik
Was dieses Spontankonzert so besonders macht, ist nicht nur der Sound. Es ist die Haltung dahinter. Musik als Geschenk. Für alle. Ungeplant im besten Sinne, offen für jede:n, mitten im Alltag – oder besser gesagt: mitten im Feiertag.
Gerade in einer Zeit, die oft laut, hektisch und durchgetaktet ist, wirkt dieser Moment fast entschleunigend. Keine Push-Nachricht der Welt kann das ersetzen, was passiert, wenn echte Menschen echte Musik für andere echte Menschen machen.






